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Keine Einschränkung der Flexibilität von Verhinderungspflege durch die Pflegereform 2021!

Liebe Mitglieder und Interessierte,

 

wir wollen Sie auf die anstehende Pflegereform 2021 und ihre Folgen aufmerksam machen.

Dazu möchten wir mit Ihnen die Medienmitteilung der Fachverbände für Menschen mit Behinderung teilen:

Düsseldorf, 8. Dezember 2020 – Mit Schreiben vom heutigen Tag haben die Fachverbände für Menschen mit Behinderung Bundesgesundheitsminister
Jens Spahn dazu aufgefordert, aus den Ansprüchen auf Kurzzeit- und Verhinderungspflege ein Gesamtjahresbudget zu bilden, dass voll flexibel ist und zu 100 Prozent für die stundenweise Inanspruchnahme von Ersatzpflege in Anspruch genommen werden darf.
Hintergrund ist das Eckpunktepapier des Bundesgesundheitsministeriums zur Pflegereform 2021 vom 4. November 2020. Darin heißt es, dass ein Teil der Verhinderungspflege künftig einer längeren Verhinderung der Pflegeperson vorbehalten bleibt. Für die stundenweise Inanspruchnahme der Verhinderungspflege sollen dagegen ab dem 1. Juli 2022 nur noch maximal 40 Prozent des Gesamtjahresbetrags zur Verfügung stehen.
Diesen Plänen zur Einschränkung der derzeitigen Flexibilität von Verhinderungspflege treten die Fachverbände entschieden entgegen. Gerade die Möglichkeit,
Verhinderungspflege stundenweise in Anspruch zu nehmen, ist für Familien mit behinderten Kindern von besonderer Bedeutung, da hierdurch kurzfristige Auszeiten von der Pflege im nicht immer planbaren Pflege- und Familienalltag realisiert werden können. Für viele Familien ist die stundenweise Inanspruchnahme auch die einzige Möglichkeit, Verhinderungspflege geltend zu machen, da insbesondere für Kinder mit hohem Unterstützungsbedarf nicht genügend geeignete Ersatzpflegeangebote für längere Zeiträume zur Verfügung stehen.
Mit demselben Schreiben fordern die Fachverbände den Minister außerdem dazu auf, sicherzustellen, dass nicht verbrauchte Beträge der Verhinderungspflege aus dem Jahr 2020 auf das Jahr 2021 übertragen werden können. Aufgrund der Corona-Pandemie sind im laufenden Jahr 2020 viele Ersatzpflegeangebote aus Gründen des Infektionsschutzes und wegen angeordneter Kontaktbeschränkungen entfallen. Zahlreiche Familien konnten deshalb ihren diesjährigen Betrag für Verhinderungspflege in Höhe von bis zu 2.418 Euro nicht oder nicht vollständig nutzen. Mangels Übertragbarkeit würden die nicht in Anspruch
genommenen Beträge Ende des Jahres verfallen. Eltern behinderter Kinder, die durch die Corona-Pandemie ohnehin schon hochgradig belastet sind, sind über den drohenden Verlust ihrer Ansprüche empört.

Zum Hintergrund:
Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI wird gewährt, wenn eine Pflegeperson wegen Krankheit, Urlaub oder aus sonstigen Gründen an der Pflege gehindert ist. Für die Verhinderungspflege steht ein jährlicher Betrag von 1.612 Euro zur Verfügung, der um bis zu 806 Euro aus
Mitteln der Kurzzeitpflege aufgestockt werden kann. Anders als die Kurzzeitpflege, die nur in bestimmten stationären Einrichtungen in Anspruch genommen werden darf, ist die Verhinderungspflege sehr flexibel einsetzbar. So kann sie beispielsweise durch nicht erwerbsmäßig pflegende Personen, wie Angehörige oder Nachbarn oder Familienunterstützende Dienste, erbracht werden. Sie kann mehrere Wochen am Stück, aber auch tage- oder stundenweise in Anspruch genommen werden. Aufgrund ihrer flexiblen Einsatzmöglichkeiten ist die Verhinderungspflege die wichtigste Entlastungsleistung in der Pflegeversicherung für Familien mit behinderten Kindern.

 

Die Forderung der Fachverbände können Sie hier nachlesen.

 

Ihre Interessengemeinschaft Fragiles-X e.V.

Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann plötzlich verstorben

Nicht sehr oft erhalten wir Unterstützung von Politikern. Umso schöner war es, als zum europäischen Tag Fragiles-X vor einem Jahr der Göttinger SPD-Bundestagsabgeordnete und Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann uns auf seiner Facebook-Seite unterstützte und dabei eines unserer Vereins-T-Shirts zeigte.

Er schrieb damals:

»Die Interessengemeinschaft Fragiles-X e.V. ist ein bundesweit tätiger Verein, der mit großem Engagement für Betroffene und Fachkräfte eine unabhängige Beratung organisiert und die Öffentlichkeit über die Erkrankung informiert. Diese Aufklärungsarbeit ist wichtig, um Toleranz und Miteinander zu fördern. Das unterstütze ich gerne!«

Thomas Oppermann starb am gestrigen Sonntag, dem 25.10.2020, im Alter von 66 Jahren in Göttingen. Wir sind ihm für seine Unterstützung vor einem Jahr dankbar und möchten seiner Familie unser herzliches Beileid aussprechen.

Es sind genau Toleranz und Miteinander, was unsere Kinder in unserer Gesellschaft benötigen, um glücklich sein zu können.

Möge Thomas Oppermann zum Vorbild vieler Politiker in der Zukunft werden.

Dr. Jörg Richstein, Vorsitzender

Tag X am 10.10. 2020 !!!

Liebe Mitglieder und Interessierte,

heute am 10.10 ist Tag X/ European Fragile-X Awareness Day. Europaweit nutzen Vereine und Organisationen den Tag, um auf das Fragile-X-Syndrom aufmerksam zu machen.

In diesem Jahr lassen beispielsweise die Italiener/-innen sowie die Spanier/-innen berühmte Sehenswürdigkeiten anstrahlen.

Seien Sie Teil dieser Bewegung und teilen das Beitragbild.

Einladung zur Online-Mitgliederversammlung 2020

Entschuldigung aber du hast nicht die Rechte um dieses Post zu sehen!

Wir haben Post zum Thema “Mundgesundheit von Menschen mit Fragilem X-Syndrom” für Sie!

Liebe Mitglieder,

Mitarbeiterin Antje Beckert in der Geschäftsstelle Rostock

im Verlauf der nächsten Tage erhalten Sie Post von uns, in welcher wir um ihre Mithilfe bitten.

Aktuell unterstützen wir das Forschungsprojekt “Mundgesundheit von Menschen mit Fragilem X-Syndrom” der Abteilung für Behindertenorientierte Zahnmedizin der Universität Witten/Herdecke. Diese möchte anhand eines Fragebogens Informationen zu der Zahngesundheit von Menschen mit geistiger Behinderung erheben, um daraus ein spezielles Präventionsprogramm zur Verbesserung der Mundgesundheit von Menschen mit geistiger Behinderung zu entwickeln.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen, um an dieser weltweit einmaligen Studie teilzunehmen. Lassen Sie sich nicht von dem Umfang der Fragen abschrecken. Die investierte Zeit ist für unsere besonderen Kinder.

Bitte füllen Sie den zugeschickten Fragebogen aus und senden ihn in dem beigelegten Rückumschlag zurück.

 

Ihre Interessengemeinschaft Fragiles-X e.V.

Mehr wert als ein “Danke”

Liebe Mitglieder und Interessierte!

Von der Bundesvereinigung Lebenshilfe bekamen wir den nachfolgenden Aufruf zur Beteiligung an einer Petition, die auch wir unterstützen möchten:

Die Corona-Pandemie führt uns aktuell vor Augen, wie bedeutend die Berufsgruppen des Sozial-, Pflege- und Gesundheitswesens sind. Jedoch ist der Sektor oft unterfinanziert und personell unterbesetzt. Dabei sind diese Berufsgruppen so wichtig für das gesellschaftliche Zusammenleben.

Eine Aufwertung sozialer und systemrelevanter Berufe steht weiterhin aus. Wissenschaftler*innen der Alice Salomon Hochschule Berlin warnen in einer Stellungnahme vor zukünftigen Einsparungen – als Folge der Corona-Krise in den Sozialhaushalten. Sie können die gesellschaftlichen Ungleichverhältnisse verstärken und soziale Spaltungen vergrößern. Stattdessen benötigen die Berufsgruppen bessere Arbeitsbedingungen, gerechten Lohn und mehr Wertschätzung in der Arbeit mit Menschen. Daran müssen Gesellschaft und Politik mitwirken. Dafür setzt sich die Petition Mehr wert als ein „Danke“ ein. Sie ruft zum Mitmachen auf.

Seien auch Sie dabei!