Wohnmöglichkeiten
Wir wollen versuchen, Ihnen einen Überblick über die unterschiedlichen Wohnformen bei Menschen mit Fragilem-X Syndrom zu geben. Leider ist es wie bei vielen anderen Dingen auch, es gibt keine bundesweit einheitlichen Konzepte. Jeder Anbieter hat sein eigenes Konzept. Deshalb ist es wichtig, sich an seinem Wohnort über die Wohnmöglichkeiten zu informieren. Einige Einrichtungen bieten ein sogenanntes Probewohnen an.
Wohnheim
In einem Wohnheim erhalten die Bewohner mit hohem Hilfebedarf Unterstützung und Hilfestellungen zur Alltagsbewältigung und Freizeitgestaltung. In einigen Wohnheimen gibt es auch eine Nachtwache.
Wohngruppe
Hier wohnen Menschen mit einem geringeren Hilfebedarf, die viele Dinge wie zum Beispiel kleinere Einkäufe oder die Zimmerreinigung weitgehend eigenständig erledigen können. Das Personal ist an einem zentralen Ort für mehrere Gruppen zuständig. Das Personal ist meistens nur zu Kernzeiten (vor und nach der Arbeitszeit der Bewohner) da.
Ambulantes Wohnen
Bei der ambulanten Betreuung wird vorausgesetzt, dass der behinderte Mensch relativ selbständig ist und keiner kontinuierlichen Hilfeleistung oder Beaufsichtigung bedarf. Ambulant betreute Menschen leben in der eigenen, meist gemieteten Wohnung.
Der Hilfebedarf wird pauschal mit einem festen Betrag erstattet. Kostenträger ist die Kommune. In der Regel finden ein bis zwei Hausbesuche wöchentlich statt. Im Wesentlichen werden in dieser Zeit behördliche und finanzielle Angelegenheiten durchgeführt, sowie größere Einkäufe für Kleidung, Möbel…, auch die Organisation für erforderliche handwerkliche Arbeiten.




